Bye, Bye Karenzzeit – mein Mutterherz schmerzt!

Heute möchte ich meinen Gedanken und Gefühlen freien Lauf lassen und sie in Worte fassen. Denn es kommen große Veränderungen auf uns zu, die wieder einen neuen Lebensabschnitt für uns bedeuten.

Nun ist es vorbei!  2,5 Jahre nur du und ich!

Ich bin traurig. Sehr traurig. So traurig, dass ich heulen könnte. Ach was, ich habe schon Tränen vergossen als ich mir letztens unser Fotoalbum angesehen habe. Ich bin gerne Mutter. Vollzeit-Mama.  Immer habe ich mir ein kleines Wunder gewünscht und dann war es endlich so weit. Ich durfte dich kennenlernen und mit dir die schönste und herausforderndste Zeit meines Lebens verbringen. So viele Höhen und Tiefen, die wir gemeinsam durchstehen und durchstehen werden. Doch der Teil unseres Lebens, in dem wir Stunde für Stunde, Seite an Seite miteinander gehen ist jetzt vorbei. Diese Tatsache, dass  ich meinen kleinen Zwerg nicht mehr rund um die Uhr sehen werden, zerreißt mir mein Herz. Mein Mutterherz schmerzt.

Vollzeit-Mama?!

Nie hätte ich gedacht, dass mich die Rolle als Mutter so erfüllen würde. Doch diese Liebe zu meinem kleinen Wunder war von Anfang an so überwältigend, dass ich nicht anders konnte. Ich liebe es die Welt mit meinem Kleinen gemeinsam zu erforschen und zu erkunden. Mit ihm schöne und weniger schöne Erlebnisse zu erfahren, ist für mich das Allergrößte. Ich weis, das dies JETZT nicht vorbei sein wird, aber unsere Zeit ist nun begrenzter. Wir können nun nicht mehr einfach losziehen und die Welt entdecken. Nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt, in dem wir auch getrennte Wege gehen werden.

Irgendwie fühlt es sich noch nicht richtig an. Der Zeitpunkt ist noch zu früh für mich und vielleicht auch für mein Zwergi.

Zu schnell sind diese letzten 2,5 Jahre vergangen. Ich kann nicht loslassen. Noch nicht.

Ende der Karenzzeit.JPG1

Zeit ist das kostbarste Gut, das wir haben!

Früher wollte ich viel Geld verdienen, viel kaufen, teure Urlaube machen und und und…. Damals hatte ich eine andere Einstellung zu meinem Leben. Andere Dinge waren wichtig, die heute für mich so unwichtig sind. Seit ich Mutter geworden bin, hat sich das Bild von dem Leben, das ich führen möchte komplett geändert. Mir ist bewusst geworden, dass das kostbarste Gut „Zeit“ ist. Zeit miteinander. Momente einfangen. Schöne Erinnerungen schaffen. Denn das ist das Einzige was am Ende bleibt.

Mütter halten ihrer Kinder Hände für eine Weile und ihre Herzen für immer.

Unbekannt

Funktioniert die Vereinbarkeit von Karriere, Kind & Haushalt überhaupt?

Ich mache mir Sorgen. Sorgen darüber, ob ich alles unter einen Hut bringen kann. Haushalt, Mama sein, Arbeiten und sonstige Verpflichtungen gehen mir durch den Kopf. Ich habe viele Artikel über die Vereinbarkeit von Karriere, Kind und Haushalt gelesen. Doch bin ich belastbar genug um alles vereinen zu können? Kann ich alles so schaffen, dass es mir dabei gut geht? Mir ist jetzt, in der Zeit zuhause, oft alles über den Kopf gewachsen!  Wie werde ich mich fühlen, wenn ich arbeiten gehe?

Ich weis es einfach nicht. Ich werde es auf mich zukommen lassen und schauen was passiert.

Wie habt Ihr Euch  nach eurer Elternzeit gefühlt?

Welche Erfahrungen habt Ihr nach eurem Wiedereinstieg erfahren?

Eure Verena

6 Kommentare zu „Bye, Bye Karenzzeit – mein Mutterherz schmerzt!

  1. Liebe Verena,

    das hast du echt sehr schön geschrieben. Ich fühle wirklich mit Dir.. mein Leben hat sich mit der Geburt meiner Tochter auch komplett verändert.. andere Dinge wurden wichtiger und ich genieße jede Minute mit ihr auch wenn sie mal grantig ist.. ich vermisse sie schon wenn ich zur Tür raus gehe auch wenn es nur für 1 Stunde beim Sport ist.

    Du wirst sich alles unter einen Hut bekommen – also Karriere, Mamasein und Haushalt.. weil du dies mit ganzen Herzen machst und eine Frau bist – wir schaffen alles 🙂

    Bei uns ging vor 2 Tagen die Kindergarten Eingewöhnung los – und ich habe schon etwas Bammel vor der ersten Trennung. Ich bin leider sehr nah am Wasser gebaut und werde sicher Tränchen verdrücken..

    Ich habe mit dem Arbeiten noch ein wenig Zeit- ich muss im Dezember wieder wenn meine Maus 2 Jahre alt ist. Freu mich aber ehrlich auch nicht drauf.. würde wenn es machbar wäre gerne ewig zu Hause bei ihr bleiben.. aber das geht als Alleinerziehende leider nicht 😦

    Wünsche dir noch einen schönen Abend!

    GlG Michaela

    Gefällt 1 Person

    1. Oh danke dir für deine lieben Worte! Ich bin auch nah am Wasser gebaut und habe gleich einmal darauf los geheult bei der Verabschiedung. Als Alleinerziehende Mama ist es, denk ich, noch eine Spur schwieriger.
      Alles Liebe
      Verena

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  2. Sehr schön geschrieben! Ich bin ehrlich, ich würde am Liebsten noch immer hern zuhause sein oder zumindest von daheim aus arbeiten. Ich hatte bei meinem Sohn nach 7 Monaten wieder begonnen und bei meiner Tochter nach 2,5 Jahren…. Ich verstehe dich und es ist schon viel was man jeden Tag alles leisten soll…. Lg

    Gefällt 1 Person

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