Mein Leben mit einer Vitamin B6-Vergiftung

Lang, lang ist´s her. Heute ist es aber wieder soweit. Ich schreibe den Artkel, der mir persönlich ein großes Anliegen ist. Denn das Jahr 2017 war nicht ganz so rosig im Bezug auf meine Gesundheit. Ich hatte viele Tiefs und bin an meine körperlichen Grenzen gekommen. Ich möchte Euch von meiner persönlichen (Kranken-)Geschichte 2017 erzählen…

Wie alles begann…

Alles begann im April 2017. Ich hatte nach meiner Mandeloperation (Dezember2016) begonnen ein Vitaminpräperat zu nehmen, denn ich wollte mein geschwächtes Immunsystem endlich wieder pushen. Ich holte mir also ein bekanntes Vitaminpräperat aus der Apotheke und begann täglich eine Kapsel zu nehmen. Dem Beipackzettel entnahm ich, dass bis zu 3 Kapseln am Tag zugelassen wären. Zudem stand im Beipackzettel welche Vitamine in der Kapsel enthalten waren und für welche Funktionen sie in unserem Körper wichtig sind. Es standen keine Nebenwirkungen und sind wir mal ehrlich, keiner denkt bei Vitaminen an einen körperlichen Schaden.

So nahm ich über einen Zeitraum von 4 Monaten jeden Tag 1 Vitaminkapsel.

Im April 2017…

war es dann soweit. Ich fühlte mich schlecht. Ich war unendlich Müde, hatte Muskelzuckungen am gesamten Körper, Kopfschmerzen, Schwindel, hatte Probleme eine Flasche in den Händen zu halten und meine Bein fühlten sich bei jeden Schritt schwer an. Ich hatte Schmerzen in allen Gliedmaßen, ein Brennen in den Augen, Vibrieren im ganzen Körper und ein Gribbeln in meinen Händen. Nachwievor dachte ich nicht daran, dass diese Symptome mit dem Präperat zu tun haben könnten. Ich setzte das Präperat trotzdem ab.

Der Ärzte-Marathon beginnt…

Ich hatte Angst. Angst vor einer furchtbaren Erkrankung. Gedanken an ALS und anderen schweren, neurologischen Erkrankungen raubten mir den Schlaf. Ich wanderte von Arzt zu Arzt und von Untersuchung zu Untersuchung, doch nichts wirklich rein gar nichts wurde diagnostiziert. Alles schien in Ordnung zu sein und so wurde ich mit „Das ist psychisch“ abgestempelt. Die einzigen Werte, welche bei der Blutuntersuchung nicht in Ordnung waren, war das Vitamin B6 (doppelt so hoch), Folsäure (etwas erhöht), Speichereisen (zu niedrig), Vitamin D (leichter Mangel).

Im Juni wurde alles besser…

Ende Juni wurden die Symptome besser und ich fühlte mich insgesamt wohler und wieder fit. Ich dachte mir, vielleicht heilt mein Körper schneller, wenn ich noch einmal eine Kapsel meines Vitaminpräperates nehme. 12 Stunden nachdem ich dies getan hatte, begannen meine Symptome wieder von Vorne. Kopfschmerzen, Muskelschwäche, ….

Ich begann zu forschen…

….und  wurde im Internet (auf englisch) fündig. Offenbar kann Vitamin B6 im Körper zu toxischen Zuständen führen. Auch beeinflusst zu viel des Vitamin B6 den Elektrolythaushalt. Durch meine Forschungen im Internet erschließe ich, dass es nicht viele Menschen betrifft und dennoch habe ich einige Betroffene über das Internet gefunden. Sie berichteten von den selben Symptomen, an denen ich auch leide.

Auf und Ab…

Es geht nun seit fast einem ganzen Jahr auf und ab. Ich hoffe natürlich, dass ich irgendwann wieder ein normales, symptomfreies Leben führen kann. Solange kann ich auf die Unterstützung meiner Familie zählen und das ist schließlich das Wichtigste für mich.

verena2

6 Kommentare zu „Mein Leben mit einer Vitamin B6-Vergiftung

  1. Danke für Deinen persönlichen Artikel. Diese Erfahrung sind gar nicht schön für Dich und Deine Familie. Vielleicht hilft es anderen, denen es auch bereits passiert ist? Ich wünsche Dir alles Gute und das Du schnell ohne Symptome leben kannst.

    Alles Liebe Sina

    Gefällt 1 Person

  2. Liebe Verena,

    Ich wünsche dir von Herzen alles Gute und baldige Besserung! Danke auch für deinen offenen Artikel, der für mich als angehende Ernährungsberaterin sehr interessant war.
    Ja, es gibt sie tatsächlich, die negativen Wirkungen der Vitamine. Das war mir vor Beginn meiner Ausbildung auch nie so bewusst, werden doch so viele Präparate frei verkäuflich angeboten! Probleme kann es aber tatsächlich bei Vitamin A, D, B6 und Niacin geben. Gerade für Raucher ist bei Vitamin A Vorsicht geboten!
    Weiterhin alles Gute für dich!

    Liebe Grüße,
    Katja

    Gefällt 1 Person

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